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Velotouren mit Kindern: Die Kleinsten bestimmen

13.11.2018

Kinder brauchen viel Abwechslung, kindgerechte Ausflüge und nach Möglichkeit keine langanhaltenden Belastungsphasen. Wer mit der gesamten Familie auf Velotour geht, sollte diese ganz nach den Kleinen ausrichten. Das bedeutet: Die Streckenwahl sollte kindgerecht, die Pausen attraktiv und das Tempo angepasst sein.

Die Schweiz bietet viele Velotouren für Familien. Kinder sollen Spass an solch einer Tour haben, deshalb ist eine Route ohne lange Geradeausstrecken die beste Wahl. Auch starke und lange Steigungen sind wenig reizvoll für den Nachwuchs. Sie sind anstrengend und bieten - zumindest den Kleinsten - keinen Mehrwert. Man sollte auch darüber nachdenken, was die Kinder interessant finden. Wiesen und Waldwege sind für die Sprösslinge meist wenig attraktiv, es sei denn, es gibt beispielsweise Tiere zu sehen.

Auch die Länge der Etappe sollte an die Kinder angepasst sein. Kids im Kindergartenalter schaffen meist bis zu 20 Kilometer, im Grundschulalter sind selbst für untrainierte Kids bis zu 50 Kilometer machbar. Die meisten Kinder lieben es, wenn sie ihre Erfolge messen und bewerten können. Ein Distanzenbuch, in dem man nach jeder Fahrt die geschafften Kilometer eintragen und abhaken kann, ist eine tolle Motivation und gut für das kindliche Selbstbewusstsein. Leichte Gebirgsetappen kann man mit einem Punktesystem versehen und dem Kind als Herausforderung vermitteln.

Neben Spass und Spannung sollte auch die Sicherheit im Fokus jeder Streckenwahl stehen. Kinderfreundliche Routen sind meist flach und meiden stark befahrene Strassen.

Kinder benötigen Abwechslung - auch in der Pause. Lange Velostrecken oder Teilabschnitte, in denen es kaum etwas zu erleben gibt, lassen sich manchmal nicht vermeiden. Es ist deshalb wichtig, die Pausen kindgerecht zu gestalten. Zum einen sollte man Strecken auswählen, auf denen längere Stopps möglich sind, am besten an kinderfreundlichen Orten. Spezielle Kinderattraktionen, Spielplätze, flache Bachläufe oder Wiesen eignen sich hervorragend. In der Pause sollten die Kleinen beschäftigt sein, indem sie etwas zum Anschauen oder zum Spielen haben. Schon einfache Kinderspiele wie das hier beschriebene Blinde-Kuh-Laufspiel sind eine gute Pausenlösung mit Spassfaktor. Haben die Kids eine Beschäftigung und können sich ein wenig austoben, halten sie eine lange Velotour besser durch.

Verlieren sie während der Fahrt Lust und Motivation, können spannende Pausen und Ziele wie ein Tierpark oder ein Spielplatz Kinderbeine wahrhaft beflügeln.

Jede Gruppe ist so stark wie das schwächste Glied, auch auf Velotouren ist das so. Deshalb sollten die Sprösslinge das Tempo vorgeben. Werden sie müde und nörgelig, sollte man gut zuhören, um herauszufinden, ob sie tatsächlich erschöpft oder einfach nur unmotiviert sind. Im zweiten Fall kann man sie mit einer spannenden Pause oder einem attraktiven Ziel locken. Sind die Kinder tatsächlich müde, sollte man vorbereitet sein. Bei Müdigkeit fahren sie unkonzentriert, was die Gefahr eines Unfalls enorm erhöht. Sind die Kleinsten müde, sollten sie nicht mehr selbstständig weiterfahren. Hier ist ein (sicherer!) Veloanhänger oder Kindersitz sehr nützlich. Das Kind kann den Rest der Strecke einfach mitfahren, sich im Anhänger oder Sitz ausruhen oder auch schlafen. Wer keine Möglichkeit hat, einen Anhänger oder Sitz mitzunehmen, sollte Ausweichrouten einplanen. Viele Velostrecken verlaufen in der Nähe von Strassen oder Gleisen, sodass man schnell auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen kann. Es ist gut zu wissen, dass man notfalls den Rest des Weges per Bus oder Bahn zurücklegen kann.


Bildrechte: Flickr Trailnet-2009BerryRide-20 Trailnet CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten