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Wie sich Blasenentzündungen nach langen Velotouren vermeiden lassen

Von entzündlichen Veränderungen der Blase sind vor allem Frauen betroffen. Der Grund dafür sind die anatomischen Gegebenheiten des weiblichen Harntraktes. Vor allem nach langen Velotouren spüren viele Frauen die Symptome einer Blasenentzündung. Doch mit bestimmten Vorkehrungen kann man solche Nachwehen vermeiden und sich auf die nächste Tour mit dem Velo freuen.


Anatomische Besonderheiten der Frau

Wer schon mal von einer Blasenentzündung betroffen war, weiß, wie unangenehm die Symptome und Begleiterscheinungen sind. Zwar muss man sich in den seltensten Fällen Sorgen machen, dass es sich um eine schwerwiegendere Ursache handelt. Doch der ständige Harndrang und die Schmerzen beim Wasserlassen können an den Kräften zehren.

Der Grund, warum vor allem Frauen von einer Blasenentzündung betroffen sind, liegt am Aufbau des Harntraktes. Während die Harnröhre bei Männern zwischen 17 und 20 Zentimetern lang ist, ist sie bei Frauen mit einer Länge von etwa zwei bis vier Zentimetern deutlich kürzer. Zudem liegt der Harntrakt der Frau näher an der Analregion. Und da Blasenentzündungen in der Regel von Bakterien ausgelöst werden, ist der Weg, den die Erreger nehmen müssen, bei Frauen deutlich kürzer als bei Männern.


Bakterien wandern beim Velofahren

Durch die Bewegungen und das Schwitzen beim Velofahren wandern Bakterien wie Coli-Bakterien vom Darmausgang in Richtung Harnröhre. Da die Distanz zwischen den einzelnen Ausgängen bei der Frau so gering ist, landen viele Bakterien tatsächlich im Harntrakt und können dort eine Infektion auslösen.

Eine Blasenentzündung beim Velofahren kann aber nicht nur aufgrund einer bakteriellen Infektion entstehen, sondern auch durch mechanische Einflüsse. Gemeint ist damit, dass beim Fahren auf dem Velo konstant ein unangenehmer Druck auf Blase und Harnröhre ausgeübt wird. Dieser wird durch das eigene Gewicht, die Sitzhöhe und die Sattelneigung noch verstärkt. Dadurch, dass die Harnröhre gequetscht wird, wird sie außerdem gereizt – Schmerzen beim Wasserlassen sind die Folge. Da der Schambeinbogen bei der Frau etwa zwei Zentimeter tiefer liegt als beim Mann, kann eine Reizung der Blase darüber hinaus mit Taubheit und Wundproblemen einhergehen.


Tipps für die nächste Velotour

Frauen müssen man aber keineswegs auf das Freiheitsgefühl beim Velofahren. Trifft man einige Vorkehrungen, kann man Velototuren absolut schmerzfrei absolvieren. Zunächst ist es

wichtig, sich bei der Auswahl und dem Einstellen des Sattels von einem Experten beraten zu lassen, denn dieser hat Messinstrumente zur Verfügung, um die geeignete Sitzhöhe und -neigung zu bestimmen. Für Frauen gibt es zudem spezielle Velosättel, die gepolstert sind und den Druck auf die Harnröhre durch die richtige Ergonomie mindern.

Da Bakterien bei einem angegriffenen Immunsystem noch mehr Chancen haben, eine Entzündung im Harntrakt auszulösen, sollte man bei längeren Velotouren darauf achten, dass die Nieren und der Beckenboden vom Auskühlen und von Feuchtigkeit geschützt werden. Lange Unterwäsche unter der Sportkleidung isoliert und ist gleichzeitig atmungsaktiv. Um die Bakterien aus der Harnröhre und der Blase zu spülen, sollte man unmittelbar nach der Velotour auf die Toilette gehen – bestenfalls auch während der Tour. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, damit der sensible Harntrakt regelmäßig gespült wird. So kann die nächste Velotour kommen.

Bildrechte: Flickr perfect day for riding (365-282) Robert Couse-Baker CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehaltenBildrechte: Flickr perfect day for riding (365-282) Robert Couse-Baker CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten